Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen geplanten Deutschland-Besuch abgesagt. Die für Freitag und Samstag geplanten deutsch-russischen Regierungskonsultationen seien in “beiderseitigem Einverständnis” auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums.
Offiziell gab es keine Erklärung für den Schritt, doch der Zusammenhang mit dem Geiseldrama von Beslan ist offensichtlich. Während der Geiselkrisen hatte Putin bereits einen geplanten Besuch in der Türkei und in Griechenland absagen müssen.
Der deutsch-russische Gipfel sollte in Hamburg und im Schloss Gottorf bei Schleswig stattfinden. Am Freitagnachmittag war Putins Teilnahme an dem deutsch-russischen Diskussionsforum Petersburger Dialog vorgesehen, der in diesem Jahr in Hamburg stattfindet. Neben einem Grußwort an die Teilnehmer stand auch eine Diskussion von Schröder und Putin mit deutschen und russischen Jugendlichen auf dem Programm. Beide Länder wollten ein Abkommen über verstärkten Jugendaustausch unterzeichnen.
Der “Petersburger Dialog” steht in diesem Jahr unter dem Motto “Russland und Deutschland - Partner im Entwicklungsprozess der Europäischen Zusammenarbeit”. Die offiziellen Veranstaltungen beginnen am Donnerstag.
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion und mit Quellenangabe www.aktuell.RU
www.aktuell.RU ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.